Nachhaltiges Bauen im Fokus der Förderung

Nachdem die Bundesregierung Anfang des Jahres die KfW-Förderung im Neubau gestoppt hat, warten alle - Bauinteressierte genauso wie wir von Karlburger Holzbau - auf die konkreten Vorgaben eines neuen Förderprogramms. Bekannt ist: Es sind drei Stufen vorgesehen. Stufe 1 orientiert sich am bisherigen Energiestandard „Effizienzhauses 40“. Das Fördervolumen von einer Milliarde Euro war schnell ausgeschöpft, weil viele vorbereitete Anträge nach dem Stopp im Januar in der Pipeline waren. Ende April startete die zweite Stufe: Eine Förderung, die neben dem Effizienzhaus-40-Standard auch Nachhaltigkeitskriterien vorsieht. Januar 2023 soll das Niveau weiter erhöht werden. Im Fokus steht dann klimafreundliches Bauen.

Weil es noch an Erfahrung mit dieser neuen Ausrichtung fehlt, ist die Nutzung der staatlichen Förderung aktuell für Finanzierungsexperten und Baufamilie eine Herausforderung. Gerade wenn die gewählte Bauweise ein hohes Nachhaltigkeitsniveau oder eine über die gesamte Lebensdauer gesehene Klimafreundlichkeit nicht von sich aus hergibt.

Ein Karlburger-Haus erfüllt schon seit vielen Jahren Kriterien, die weit über die bislang geforderten Aspekte für Förderungen hinausgehen. Aus Überzeugung und Liebe zu unseren Baustoffen, haben wir immer darauf geachtet, unsere Bauweise so weiterzuentwickeln, dass Ressourcen geschont werden und wir mit möglichst wenig Technik ein Höchstmaß an Komfort bieten. Das scheint sich nun auch finanziell für unsere Kunden auszuzahlen.

Als Zimmerleute freuen wir uns, dass der Staat es mit der Bauwende ernst meint. Weil beim Holzrahmenbau Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit schon im Grundsatz so eng verbunden sind, werden noch mehr Menschen auf das Bauen mit Holz aufmerksam. Und viele werden überrascht sein, was sich in den vergangenen 10-20 Jahren im modernen Holzhausbau getan hat.

Bauen: Das nimmt die Bundesregierung in den Fokus

Als die Regierung im Januar 2022 einen bisher zentralen Teil der KfW-Förderung für Neubauprojekte gestoppt hat, war dies ein Paukenschlag. Seitdem warten viele Baufamilien auf die neuen Programme, damit sie ihre Finanzierung darauf abstimmen können. Nicht zuletzt durch den Krieg in der Ukraine, erhält die Entscheidung für eine bestimmte Heizenergie auch eine politische Dimension.

Was ist von der zukünftigen Förderung der Bundesregierung zu erwarten? Das Regierungsprogramm nennt zwei große Ziele: Zum einen sollen mehr neue Wohnungen gebaut werden (und mehr davon im Eigentum ihrer Bewohnerinnen und Bewohner). Zum anderen müssen sich neue Gebäude an höchsten Energiespar-Niveaus orientieren und bestehende Häuser sollen durch Modernisierungen schnell nachziehen. Im gesamten Bereich Bauen und Wohnen soll weniger Energie verbraucht bzw. CO2 freigesetzt werden.

Bauen wird klimafreundlicher

Die Regierung wirft einen ganzheitlicheren Blick auf Gebäude. Entscheidend soll nicht mehr die rechnerische Effizienz eines Hauses sein, sondern die tatsächliche CO2-Ersparnis pro Quadratmeter. Auch die Nachhaltigkeit des verwendeten Baustoffs wird über die Förderung entscheiden, wobei der gesamte Lebenszyklus berücksichtigt wird.

Wir von Karlburger Holzbau begrüßen es, wenn ökologisches Denken und bewährte, naturnahe Baustoffe sowie Bauweisen gestärkt werden. Die klimafreundliche Mehrleistung, die wir als lokales Holzbauunternehmen bieten, und die Ernsthaftigkeit, mit der wir uns der Weiterentwicklung umweltfreundlicher Standards widmen, spiegelte sich in der bisherigen Baupolitik nicht ausreichend wider.

Das Potential ist groß: Die von Beton und Mauerwerk dominierte Bauwirtschaft trägt einen großen Teil zu den CO2-Emissionen in Deutschland bei, insbesondere die Herstellung von Beton verbraucht viel Energie. Derzeit werden 30-40 Prozent der CO2-Emissionen durch die Baubranche verursacht. Wenn sich immer mehr Menschen für eine lokale Zimmerei entscheiden, die wie wir auf Holz und auf ökologische Prinzipien setzt, ist das schon ein großer Schritt in Richtung klimafreundliches Wohnen.

Weniger Bürokratie

Neben der nachhaltigen Ausrichtung des Bauens sieht der Koalitionsvertrag auch Vereinfachungen bei Genehmigungen vor. Die Geschwindigkeit beim Bau soll insgesamt erhöht werden. Bei größeren Projekten wie bei einem Mehrfamilienhaus oder bei Baugemeinschaften verspricht man sich dadurch auch günstigeren Wohnraum.

Strom vom Dach

Viele unsere Baufamilien finden die Idee sympathisch, die Dachfläche zur Stromgewinnung zu nutzen. Doch wir wissen aus den vielen Gesprächen mit Bauinteressierten: Eine Solaranlage ist immer noch eine zusätzliche Investition. Die Regierung wird eine Photovoltaik-Anlage bei gewerblichen Neubauten verpflichtend machen, beim privaten Neubau soll die Nutzung der Sonnenenergie „die Regel“ sein. Wir von Karlburger Holzbau sind gespannt, welche Anreize es hier geben wird. Insgesamt können Solaranlagen bei entsprechender Lage und Ausrichtung des Hauses ein guter Baustein sein, um die Energiegewinnung in Deutschland nachhaltiger zu machen. Aktuell werden knapp 9 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus Sonnenenergie gewonnen. Tendenz steigend.

Für viele Städte und Kreise gibt es übrigens ein Solardachkataster. Auf einer Karte kann man schnell erkennen, welche Lagen für eine Photovoltaik-Anlage gut geeignet sind (https://www.enbausa.de/solarenergie/fotovoltaik/staedte-mit-solarkataster.html)

Heizen mit erneuerbarer Energie

Eine weitere wichtige Stellschraube, um das Bauen klimafreundlicher zu machen, ist die Heizungstechnik. Die Regierung will ab 2024 nur neue Heizungen erlauben, die zu 65 Prozent erneuerbare Energie einsetzen. In den Mittelpunkt rücken damit Wärmepumpen, Pellet-Heizungen, aber auch eine Kombination aus Solarthermie mit Gas-Brennwert-Geräten bleiben möglich. Doch wie die Bewertung beim Thema Gas final ausfällt, bleibt abzuwarten. Zum Standard wird sich nach aktuellem Stand die Wärmepumpen-Technik entwickeln, die schon heute von uns in den meisten Projekten eingesetzt wird.

Wir blicken gespannt und zuversichtlich auf die Ausarbeitung der neuen Zielsetzung im Bereich Bauen und Wohnen. Wir freuen uns, mit Holz die Bauwende weiter aktiv mitzugestalten und ihr mehr Geschwindigkeit zu geben.


Flexibel bleiben

Stellen Sie sich vor, Ihre Raumaufteilung passt sich Ihren Wünschen immer wieder neu an. Mit Holzbau ist das möglich.

  Wer ein Haus plant, hat bestimmte Ideen im Kopf. Einige Bereiche sollen im Vordergrund stehen und viel Platz erhalten. Andere treten in den Hintergrund, weil sie aktuell nicht benötigt werden. Aber was passiert, wenn sich Wünsche und Prioritäten ändern?

Tatsächlich ermöglichst uns der Baustoff Holz eine große Flexibilität bei der Raumaufteilung. Holz hat sehr gute statische Eigenschaften, weshalb viele Innenwände keine tragende Funktion haben. In diesem Fall können sie beliebig verändert werden. „Wir können Wände herausnehmen, um Räume zu vergrößern, oder wir ändern den Verlauf eines Flures und verteilen die angrenzenden Räume neu. All das ist mit Holz vergleichsweise einfach möglich - auch Jahrzehnte nach dem Einzug“, sagt Stefan Höflich, unser Experte für das Thema An- und Umbau. Damit passt sich das Haus der Lebensphase seiner Bewohnerinnen und Bewohner an – nicht umgekehrt.

Meist beginnt die Planung der eigenen vier Wände mit der Familiengründung. Entsprechend steht ein kind- und familiengerechtes Raumkonzept im Mittelpunkt: Offene Koch- und Wohnbereiche, um viel Zeit in Gemeinschaft zu verbringen, und geräumige Kinderzimmer, die Platz zum Spielen bieten – all das findet sich aktuell in vielen neuen Einfamilienhäusern.

Doch mit dem Alter der Kinder ändern sich auch die Bedürfnisse. Abgrenzung statt Nähe wird gerade für Jugendliche ein wichtiges Thema. Rückzugsorte und räumliche Distanz erhalten für alle eine neue Bedeutung. Hier kommen offene Raumkonzepte schließlich an ihre Grenzen. Weil beim Holzbau die tragende Funktion meist allein von den Außenwänden übernommen wird, lassen sich Innenwände ohne große Probleme versetzen oder ergänzen.

Spätestens beim Auszug der Kinder kommt es zu der Frage: Was machen wir jetzt mit den Zimmern? Und auch hier wissen wir von Karlburger Holzbau Rat. Denn wir können Grundrisse von Beginn an so planen, dass sie ein Leben lang maximale Flexibilität geben. Vom „Lesesaal“ über den Homeoffice-Arbeitsplatz bis zu neuen Hobbyräumen ist alles möglich.

Bade- und Schlafzimmer sind oft Räume, die sich bereits nach kurzer Zeit verändern. Stefan Höflich macht die Erfahrung, dass die Kombination aus Badewanne und Duschkabine oft nach einigen Jahren ihre ursprüngliche Funktion verliert. Stattdessen soll ein freier Duschbereich geschaffen werden. Mit einer neuen, eingezogenen Wand ist das kein Problem. Schlafzimmer lassen sich durch das Versetzen einzelnen Wände ohne konstruktiven Aufwand um einen begehbaren Kleiderschrank ergänzen.

Eine weitere spannende Möglichkeit: Ein Haus wird in mehrere Wohneinheiten geteilt, um Platz für die eigenen Eltern zu schaffen oder eine Wohnung zu vermieten. Die hohe Anpassungsfähigkeit eines Karlburger-Hauses macht es somit nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch besonders wertvoll.

Wärmepumpen: Warm, wärmer, klimafreundlich

In Deutschland wurden 2020 rund 120.000 Wärmepumpen neu installiert. Auch im Main-Spessart-Kreis ist die Wärmepumpe für die meisten Baufamilien die erste Wahl. Nicht ohne Grund. Gerade bei einem Karlburger-Haus gilt: Unsere klimafreundliche Bauweise benötigt nur wenig Heizenergie und dafür ist die Wärmepumpe ist ein sehr guter Partner. Wir von Karlburger Holzbau planen unsere Projekte schon seit vielen Jahren nach ökologischen und energiesparenden Aspekten. Darum haben wir auch einen großen Erfahrungsschatz, wenn es um Wärmepumpen geht.

Womit wird überhaupt geheizt?

Um Wärme zu erzeugen braucht eine Öl-, Gas- oder Pelletheizung eine Verbrennung, was leider automatisch mit einer CO2-Belastung verbunden ist. Eine Wärmepumpe nutzt dagegen vorhandene Wärme aus der Umgebung des Hauses. Je nach Art greift sie auf Außenluft, Erdreich oder Grundwasser zu. Mithilfe von Strom wird daraus die Wärme produziert, um die Heizungen und das Warmwasser zu versorgen. Es gibt dabei keine Verbrennung, folglich braucht es auch keinen Schornstein am Haus.

Wir von Karlburger Holzbau haben uns schon frühzeitig mit Wärmepumpen beschäftigt, weil herkömmliche Heizsysteme für unsere hochwertig gedämmte Bauweise viel zu leistungsstark ausgelegt sind - was die Höhe der Temperaturen angeht. Unsere Häuser gehen sorgsamer mit Wärme um und benötigten deshalb geringe Temperaturen, um wohlig warm zu sein.

Grundsätzlich sind Wärmepumpen für den Neubau sowie auch für modernisierte Gebäude geeignet. Entscheidend ist die gute Dämmung, die für einen geringeren Wärmebedarf sorgt. Durch die gesetzlichen Vorgaben ist sichergestellt, dass heute alle neuen Häuser mit Niedrigenergie geheizt werden können. Bei einer Sanierung oder Modernisierung älterer Gebäude muss genau geschaut werden, wie der Wärmebedarf gesenkt werden kann. Möglich ist alles: Im niederrheinischen Wachtendonk heizt seit kurzem eine Wärmepumpe einen 250 Jahre alten Klinkerbau. Wenn Sie Fragen zu Modernisierungen haben, rufen sie uns gerne an.

Wärmegewinnung im Kreislauf

Das Grundprinzip ist bei allen Varianten der Wärmepumpe gleich. Ein flüssiges Kältemittel nimmt die Wärme aus der Umgebung (Luftwärme, Erdwärme, Wasserwärme) auf und wechselt dadurch in einen gasförmigen Zustand. Ein Kompressor drückt das Gas zusammen, wodurch es sich erhitzt. Mit dieser Wärme kommt das Wasser der Heizung auf Temperatur und wird über die Verteilung in die Wohnräume gebracht. Zurück zur Wärmepumpe kommt dann kaltes Wasser, das das Kältemittel zurück in den flüssigen Zustand bringt. Der Kreislauf der Wärmeerzeugung beginnt von vorn.

Kennziffern erleichtern den Vergleich: COP und JAZ

Um die Leistung einer Wärmepumpe zu beurteilen, hilft der COP-Wert (Coefficient of Performance). Er gibt an, wie effizient die im Gerät verbauten Aggregate arbeiten. Darum eignet er sich, um verschiedene Wärmepumpen zu vergleichen.

Im Betrieb ist der tatsächliche Energieverbrauch entscheidend. Er wird durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschrieben. Sie zeigt das Verhältnis vom eingesetzten Strom zur erzeugten Wärme. Eine JAZ von 3 bedeutet: Aus einem Teil Strom macht die Wärmepumpe 3 Teile Wärme. Je größer die JAZ, desto weniger Strom benötigt die Wärmepumpe. Das Fraunhofer-Institut hat im Neubaubereich ermittelt, dass die JAZ-Werte bei Luft-Wasser-Wärmepumpen zwischen 2,2 und 4,2 und bei Erd-Wärmepumpen zwischen 3,0 und 5,4 liegen. Moderne Wärmepumpen zeigen die JAZ an, damit die Nutzer die Effizienz ihrer Anlage immer im Auge behalten können.

Bildnachweis: Tecalor

 

 


Mehr als ein Holzbauunternehmen

In Deutschland gibt es mehr als 11.000 Zimmereien und Holzbauunternehmen. Was macht Karlburger Holzbau besonders? Was unterscheidet uns von anderen? Uns selbst fallen natürlich eine Menge Dinge ein, die Kunden an uns schätzen: fairer Baupartner, wirtschaftliche Preise, kompetentes Team. Es gibt eine Besonderheit, die für die meisten Kunden nicht offensichtlich ist, von der sie aber nicht weniger profitieren.

Wir sind eines von aktuell 90 Unternehmen, die Partner im 81fünf-Netzwerk sind. In der 81fünf sind Holzbauunternehmen, Zimmereien, Planer und Architekten zusammengeschlossen, die den ökologischen Holzbau in Deutschland weiter vorantreiben. Schon seit 25 Jahren setzt die 81fünf für den qualitativ hochwertigen Holzbau immer neue Standards, die durch Austausch und gemeinsame Entwicklung entstehen. „Wir freuen uns über Karlburger Holzbau als wichtigen und aktiven Partner in unserem Netzwerk“, sagt Thomas Elster, Vorstand der 81fünf AG.

„Baufamilien erkennen an solchen Aktivitäten, dass ihr Baupartner an der Weiterentwicklung des eigenen Betriebes und am Austausch mit anderen wirklich interessiert ist, dass er über den Tellerrand hinausschaut“, so Elster weiter. Das Netzwerk ist für ihn gelebte Regionalität. Sie stärkt das lokale Handwerk und das nachhaltige Wirtschaften.

Wir sind seit 2005 dabei und freuen uns, unser Profil und unsere Erfahrung in ein Netzwerk einzubringen. Wir sind überzeugt, dass auf der Grundlage einer solchen Gemeinschaft auch in Zukunft immer bessere Lösungen und Serviceleistungen entstehen, von denen alle profitieren.

Herzlich Willkommen!

Wir begrüßen unsere neuen Mitarbeiter Constantin Huber, Florian Dittmann und Lukas Fako.

Wir wünschen einen tollen Berufsstart und eine gute Zusammenarbeit.

von links:Stefan Höflich (Geschäftsführer), Constantin Huber (Auszubildender 2. Lehrjahr), Florian Dittmann (Bauhelfer), Lukas Fako (Auszubildender 2 Lehrjahr), Sebastian Preising (Zimmerermeister)


Objekt- und Gewerbebau setzt auf Holz

Objekt- und Gewerbebau setzt auf Holz

Schulgebäude, Sporthallen, Kindergärten, Mehrfamilienhäuser oder Büro- und Betriebsgebäude aus Holz – was vor einigen Jahren wie eine Utopie klang, ist mittlerweile ein Trend. Denn auch Kommunen und Unternehmen gehen die Bauwende hin zum nachhaltigen, CO2-reduzierten Bauen mit. Was uns von Karlburger Holzbau freut: Bauen mit Holz wird von immer mehr Menschen als Teil einer modernen Industriegesellschaft und als richtige Reaktion auf den globalen Klimawandel erkannt.  

Der öffentliche Bau ist im gesamten Bausektor ein wichtiger Bereich und kann einen großen Beitrag leisten, den CO2-Äquivalent bis 2030 für den Gebäudesektor von 114 Millionen Tonnen (2014) auf 72 Tonnen (minus 66 Prozent) zu senken. Und das ist nur ein Zwischenziel: 2050 sollen alle Gebäude in Deutschland nahezu klimaneutral genutzt werden. Wegen ihrer Größe und langen Nutzungszeit spielen Schulen, Krankenhäuser, Verwaltungsgebäude und Industriehallen dabei eine wichtige Rolle. 2019 wurden allein von der öffentlichen Hand 3.400 Neubauten in Auftrag gegeben und der Investitionsstau wurde durch Sanierungen und Modernisierungen verringert. Je mehr dieser Bauprojekte in Holz umgesetzt werden, desto zukunftssicherer und klimaneutraler sind wir aufgestellt. 

Vorzüge des modernen Holzbaus überzeugen 

Klimaneutralität erhält bei der Planung, Ausschreibung und Vergabe im Objektbau eine immer wichtigere Stellung. Die lange Zeit favorisierten Baustoffe wie Stahl oder Beton rücken wegen ihres hohen Kohlendioxid-Ausstoßes immer mehr in den Hintergrund und werden durch den natürlichen Baustoff Holz ersetzt. Nicht aus Naturromantik, sondern aus Gründen der Zukunftssicherheit und Ökonomie. Denn die Vorzüge von Holz überzeugen auch bei größeren Projekten: 

Kurze Bauzeit: Elemente werden CAD-gesteuert und witterungsunabhängig in unseren Hallen vorgefertigt. Die Montage auf der Baustelle braucht nur wenige Tage.  

Statik und Optik: Holz bietet Architekten wegen seiner technischen Leistungsfähigkeit vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Zudem sind flexible Grundrisse möglich, damit sich die Räume bei einer veränderten Nutzung leicht anpassen lassen. 

Bauphysik: Hohe Festigkeit, hohe Tragkraft und geringes Eigengewicht ermöglichen mehrgeschossiges Bauen. 

Wirtschaftlichkeit: Über die gesamte Nutzungsdauer ist Holz durchgängig wirtschaftlich: Kurze Bauzeit sorgt für eine schnelle Nutzung, energieeffizient im Betrieb, einfache Anpassung der Grundrisse bei Veränderungen, zwischen 3 und 8 Prozent mehr Wohn- bzw. Nutzfläche durch dünnere Wände – all das lässt sich in Euro und Cent berechnen. 

Gutes Raumklima: Der diffusionsoffene Wandaufbau und die Absorptionsfähigkeit von Holz wirken feuchtigkeitsregulierend. Das schafft eine stabile relative Luftfeuchtigkeit. Im Sommer ist die Luft nicht unangenehm feucht, während sie im Winter nicht zu trocken ist. 

Behagliche Atmosphäre: Holz hat eine positive Wirkung auf den Menschen. Holz wird als optisch ansprechend und beruhigend empfunden. Es fühlt sich warm und weich an. Geruch, Farbe und Struktur sorgen für Wohlbefinden. Im Winter braucht es keine hohe Heizleistung, um eine behagliche Wärme herzustellen. 

Brandschutz: Holzkonstruktionen erfüllen alle Brandschutznormen und im Fall der Fälle schützt die verkohlte Schicht die Statik des Holzes.

Eine neue Zeit beginnt 

Der Geist einer Zeit spiegelt sich in Gebäuden. Mauerwerk, Beton und Stahl waren die Baustoffe der Industrialisierung. Auch der Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg war architektonisch geprägt von Materialien aus endlichen Rohstoffen und einer Herstellung mit hohem Energieaufwand. Doch die Zeit der Industrialisierung und des Gigantismus ist abgelaufen. Die Gebäude der Gegenwart stellen den Menschen mit seinen Bedürfnissen und die Umwelt in den Mittelpunkt. Sie strahlen Lebensfreude und Freundlichkeit aus – egal ob Einfamilienhaus oder größere Projekte wie Kindergärten, Schulen oder mehrgeschossige Wohnhäuser. 

                                                                                                                                                                                             Bildnachweis 81fünf

Mehrfamilienhäuser aus Holz

Hochhäuser aus Holz sind spektakuläre Beispiele für die neuen Möglichkeiten im konstruktiven Holzbau.

Sei es der Bau des 18-geschossigen Roots in der Hamburger Hafencity oder das HoHo in Wien mit 84 Metern und sogar 24 Stockwerken – es sind Leuchttürme, die nicht nur in der Fachwelt große Beachtung finden.

Im Schatten der Hochhäuser beschleunigt sich ein Trend, den wir von Karlburger Holzbau mit großer Freude wahrnehmen: Denn immer häufiger werden Mehrfamilienhäuser mit drei oder vier Geschossen in Holzrahmenbauweise gefertigt, um auf diese Weise Raum für mehrere Wohnungen zu schaffen. Kommunale Bauträger, Baugenossenschaften und Investoren haben die Wirtschaftlichkeit des nachhaltigen Bauens entdeckt. Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum ist groß – besonders in Ballungsgebieten. Das gilt nicht nur in den großen Metropolen, auch wir im eher ländlich geprägten Karlburg spüren diese Entwicklung.

Gleichzeitig müssen neue Gebäude so gebaut werden, dass dabei weniger CO2 freigesetzt wird. Der klassische Bau- und Gebäudesektor gehört aktuell zu den größten CO2-Verursachern: Er allein ist für 30 Prozent der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Darum kommen jetzt immer mehr Kommunen und Planungsbüros bei größeren Projekten auf den Baustoff zurück, aus dem früher die meisten Städte weltweit gebaut waren. Galt Holz zwischenzeitlich als altväterlich, wird er seit einiger Zeit von vielen neu entdeckt. In Kombination mit den erweiterten Möglichkeiten im Holzbau ergeben sich dadurch zusätzlich vielversprechende Ansätze im Objekt- und Gewerbebau.

Mit Blick auf die Klimaziele 2030 profitieren Bauherren eines mehrgeschossigen Holz-Gebäudes von der Nachhaltigkeit des Baustoffs.

Nicht nur beim Thema Energieeffizienz und Wärmedämmung ist Holz weit vorn, bei der gesamthaften CO2-Bilanz schneidet Holz ebenfalls hervorragend ab. Betrachtet man Erzeugung, Wiederverwertung und Entsorgung der Rohstoffe, sind die Vorzüge von Holz offensichtlich: Bäume wachsen in unseren Wäldern durch Sonne und Regen. Sie binden CO2 und wenn ein Haus einmal abgerissen wird, lassen sich die Balken weiterverwenden. Holz passt sich an – auch bei großen Projekten Wenn bei einem mehrgeschossigen Projekt mehrere Wohneinheiten entstehen oder eine kombinierte Wohn- und Gewerbenutzung realisiert wird, punktet Holz durch seine Flexibilität in der Raumaufteilung. Muss beispielsweise der ursprüngliche Grundriss geändert werden, hilft es und spart Kosten, wenn die Statik von nur wenigen Wänden getragen wird.

Aus Erfahrung weiß Stefan Höflich, der bei uns den Objektbau betreut, dass für Bauprojekte in engen Innenstädten der Faktor Zeit immer wichtiger wird. Durch die Vorfertigung unserer Elemente sind selbst mehrgeschossige Gebäude oder Aufstockungen in engen Baulücken schnell fertig. Lärm und Dreck oder Beeinträchtigungen durch Straßensperrungen, all das ist für die Anwohner schnell vorbei. Auch das Thema Regionalität wird für öffentliche Bauherren wichtiger. Als Handwerker aus der Region sorgen wir dafür, dass Wertschöpfung lokal stattfindet und die Wirtschaftskraft vor Ort gestärkt wird. Auch bei großen Projekten liefern wir mit der Holzbauweise in hoher Qualität und mit großer Geschwindigkeit. Nicht industriell, sondern durch unsere Vorfertigung in handwerklichen Strukturen, die individuelles Bauen leichter möglich macht.

 

Bildnachweis: 81fünf


Das sollten Sie bei einer Aufstockung beachten

Wir wurden in den vergangenen Monaten häufig auf eine Wohnraumerweiterung angesprochen. Weil wir alle mehr Zeit als sonst zuhause verbracht haben, ist bei vielen immer deutlicher geworden: Der vorhandene Platz im Haus reicht nicht aus. Aber wie schafft man mehr Wohnraum, wenn ein Anbau nicht möglich ist?

Wir Zimmerleute sind Experten für das, was Aufstockung genannt wird. Bei einer Aufstockung kann entweder ein ganzes Geschoss, zum Beispiel zwischen Erd- und Dachgeschoss, eingeschoben werden. Oder der bestehende, niedrige Kniestock im nicht bewohnten Dachgeschoss wird auf eine Höhe aufgestockt, die es ermöglicht, dort Wohnraum zu schaffen. Wir erklären, was genau bei einer Aufstockung passiert und was Sie im Vorfeld berücksichtigen sollten, wenn Sie über eine Raumerweiterung nachdenken.

 Tragende Wände

Bei der Aufstockung eines Einfamilienhauses wird zunächst die Statik der Wände und der Decke geklärt. Je solider ein Haus gebaut wurde, desto höher ist die Tragfähigkeit. Dabei ist das Gebäudealter nicht immer entscheidend, vielmehr ist es die Bauqualität, die in dieser Zeit umgesetzt wurde. Es gibt beispielsweise Häuser in Wien, die zur Kaiserzeit so hochwertig erstellt wurden, dass sie heute ohne Probleme zwei weitere Geschosse tragen können. Dagegen weisen Häuser aus der Nachkriegszeit teilweise eine mangelhafte Statik auf.

 Auch die Decke muss so gebaut sein, dass sie die neuen Räume trägt. Grundsätzlich macht uns Zimmerleuten die Statik aber nur selten Probleme, denn die Holzkonstruktion hat im Vergleich zu einer Steinmauer kein großes Gewicht.

 Kompakte Bauform

Für eine Aufstockung gilt das Gleiche wie für einen Neubau: Die Bauform sollte möglichst kompakt sein. Vorsprünge oder Glauben verursachen einen höheren Aufwand, um die nötige Energieeffizienz zu realisieren.

Genehmigung

Jede Aufstockung braucht eine Genehmigung durch das zuständige Bauamt. Erfreuliche Entwicklung: In immer mehr Behörden hat sich in den vergangenen Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass Aufstockungen ein ökologisch sinnvoller Weg zu mehr Wohnraum sind. Es wird keine zusätzliche Fläche versiegelt, sondern auf effiziente Art und Weise nachverdichtet. In dicht besiedelten Gemeinden sind Aufstockungen eine echte Alternative. Wir von Karlburger Holzbau erleben, dass bei Maßnahmen im Bestand ein konstruktiver Austausch mit Bauämtern eine gute Grundlage für positive Bescheide ist. Denn ausschlaggebend ist nicht allein der strenge Bebauungsplan mit seinen einheitlichen Vorgaben, sondern auch die Bewertung der direkten Umgebung. Wurden schon andere Abweichungen genehmigt? Wie sieht das Gebäudebild in der Realität aus und ist die Veränderung durch eine Aufstockung relevant? Sind die neue Wohnfläche, Gebäudehöhe, Dachform und Dachneigung genehmigt, steht dem Start nichts mehr im Wege.

Verschiedene Möglichkeiten

Bei der Aufstockung wird im Prinzip das Dachgeschoss neu gebaut. Darum kann die Dachform und Dachneigung verändert werden. Meist wird das neue Dach stärker geneigt, um mehr Höhe in den Innenräumen zu ermöglichen. Unabhängig davon, ob ein ganzes Geschoss eingeschoben oder nur der Kniestock erhöht wird, profitieren Baufamilien von den klassischen Vorteilen der Holzrahmenkonstruktion: Alles ist präzise vorgefertigt und das Aufstellen braucht nur wenige Tage, was die Gefahr von Feuchtigkeit durch Regen minimiert. Der Innenausbau startet direkt.

Eine Aufstockung braucht gute Vorbereitung und Planung. Darum nehmen wir uns jedes Projekt ausreichend Zeit, um alles zu klären und vorzubereiten. Auf diese Weise kommen unsere Kunden in ihrem Haus schnell und direkt zu neuen Wohnräumen mit der Karlburger-Wohlfühl-Atmosphäre.

Wenn Sie einen Anbau oder eine Aufstockung planen, sprechen Sie uns gern an.

Stefan Höflich

09353/982255

bauen@ karlburger-holzbau.de

 

Bildnachweis: 81fünf