Das Holzbau-Netzwerk 81fünf besteht seit 30 Jahren. Zum Jubiläum hat es seine Jahrestagung erstmals als offenes Barcamp ausgerichtet. Was dort besprochen wurde, betrifft auch Menschen, die ein Haus bauen oder erweitern wollen. Wir von Karlburger Holzbau sind seit 2019 Partner im Netzwerk.
Bei der Wahl einer Zimmerei achten Bauinteressierte meist auf Referenzen. Daran zeigt sich, was ein Betrieb bisher geleistet hat. Schwerer zu erkennen ist, wie er sich weiterentwickelt. Denn der Holzbau verändert sich dank der Forschung laufend. Die Planung wird digitaler, und die Fertigungsabläufe werden genauer. Handwerk, Planer und Hersteller stimmen sich enger ab. Ein Haus, das heute geplant wird, profitiert davon, wenn der ausführende Betrieb diese Entwicklung mitgestaltet. Viele Zimmereien suchen dafür den Austausch mit Kollegen. Ein gutes Beispiel ist das Holzbau-Netzwerk 81fünf. Ihm gehören 110 Holzbaubetriebe und Planungsbüros aus ganz Deutschland an. Wir von Karlburger Holzbau sind seit 2019 Partner im Netzwerk.
Gesprächsrunden statt Vorträge
Zum 30-jährigen Bestehen hat die 81fünf ihre Jahrestagung in Dresden als Barcamp ausgerichtet und ist damit einer der ersten der Branche, der dieses neue Format einsetzt. Ein festes Programm gab es beim Barcamp nicht. Die rund 130 Gäste aus Holzbaubetrieben, Industrie und anderen Holzbauorganisationen legten die Themen selbst fest. In Gesprächsrunden arbeiteten sie an Fragen aus dem Betriebsalltag. Sie suchten nach Abläufen, die wirklich entlasten. Sie besprachen, wie sich Daten so aufbereiten lassen, dass sie bessere Entscheidungen ermöglichen, auch mithilfe von KI. Weitere Themen waren die engere Zusammenarbeit von Handwerk, Planern und Industrie und die Frage, wie mehr Architekten und Investoren den Holzbau für sich entdecken.
Warum Abläufe im Betrieb für Bauherren zählen
Solche Themen wirken zunächst wie interne Angelegenheiten eines Handwerksbetriebs. Im Holzrahmenbau haben sie aber direkte Folgen für das Bauvorhaben. Ein Karlburger-Haus entsteht zum großen Teil in unserer Fertigungshalle in Karlburg. Dort fertigen wir Wände und Decken als geschlossene Elemente vor, geschützt vor Wind und Wetter. Auf der Baustelle werden die Elemente montiert, und die Gebäudehülle steht in kurzer Zeit. Dieser Vorteil hat eine Bedingung: Vor der Fertigung muss alles genau geplant sein. Bessere Abläufe in Planung und Fertigung wirken sich deshalb direkt auf das Haus aus. Das gilt auch für die Abstimmung mit Architekten und Fachplanern. Je früher alle Beteiligten ihre Anforderungen klären, desto verlässlicher lässt sich die Fertigung planen.
Eigenständige Betriebe mit gemeinsamem Anspruch
Die Offenheit des Austauschs hat mit dem Grundverständnis des Netzwerks zu tun. Austausch, Beratung und Begleitung stehen im Mittelpunkt. In 25 Erfahrungsaustausch-Gruppen treffen sich die Partner regelmäßig zweimal im Jahr und unterstützen sich gegenseitig. Das Barcamp hat dieses Prinzip auf die große Jahrestagung übertragen. Zu den Gästen in Dresden zählten auch Vertreter anderer Holzbau-Netzwerke und Verbände. Netzwerke und Verbände setzen unterschiedliche Schwerpunkte, arbeiten aber zunehmend zusammen. So gewinnt der Holzbau als Branche an Gewicht.